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Pressespiegel

Akademisierung soll Attraktivität steigern

18.10.2018, Pflegeberufe Knapp 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland kamen zum Aktionstag ins Gesundheitszentrum

Von unserer Reporterin Roswitha Kexel

Meisenheim. Qualifizierte Pflegekräfte braucht das Land. Ein Baustein zur Professionalisierung und Attraktivitätssteigerung der Pflegeberufe stellt die Akademisierung dar. Doch diese Entwicklung kann auch zu Spannungen, Vorurteilen oder Neid im Berufsalltag führen. Dieser Problematik widmete sich der zweite Pflegetag des Gesundheitszentrums Glantal (GZG), der knapp 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland nach Meisenheim am Glan zog.

Schirmherr der Tagung war Dr. Markus Mai, Präsident der Anfang dieses Jahres gegründeten Landespflegekammer Rheinland-Pfalz. Er hob das zielorientierte Zukunftsprojekt der Initiatoren um GZG-Pflegedirektor Ingolf Drube und Yvonne Wegner, Leiterin der Fachabteilung Pflegeentwicklung am Standort Meisenheim, sowie die 2015 eingeweihte Einrichtung auf dem Liebfrauenberg insgesamt positiv hervor. Hier seien Experten am Werk, die konsequent das Ziel der Akademisierung in den Pflegeberufen verfolgen und auch den zweite Pflegetag zu diesem Thema in Meisenheim organisiert haben. Es sei nicht selbstverständlich, dass der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft einen Pflegetag eröffne, bezog sich Mai auf die Begrüßung durch den Landeskrankenhausgeschäftsführer Dr. Gerald Gaß. Mai ging in seinem Vortrag unter anderem auf die steigenden Anforderungen und den Fachkräftemangel im Pflegebereich, die Perspektiven des Berufs durch hochschulische Ausbildung, die Schaffung von Ausbildungsplätzen im Gesundheitsbereich und die Anerkennung des Knochenjobs durch eine entsprechende Vergütung ein. „Wir sind in der Verantwortung, der Politik Wege aufzuzeigen, damit das System nicht an die Wand fährt. Nehmen Sie Streit in Kauf. Haben Sie den Mut, bleiben Sie dran. Stecken Sie auch Rückschläge ein. Dann heißt es: aufstehen und weitergehen“, appellierte der Landespflegekammerpräsident. Zuvor hatte Dr. Gerald Gaß in seiner Begrüßung das GZG als vorbildliches Projekt bezeichnet. „Der zweite Pflegetag in Meisenheim zeigt, dass sich im kleinen Meisenheim viel mehr bewegt als in urbanen Gegenden“, lobte der Landeskrankenhausgeschäftsführer und dankte den Initiatoren für ihren Einsatz.

Der zusätzliche Versorgungsbedarf an Pflegefachkräften und sinkende Schülerzahlen stellten die Gesundheitseinrichtungen vor große Herausforderungen. Wenn junge Leute für die Ausbildung in einem Pflegeberuf gewonnen werden sollen, dann müsse man ihnen attraktive Aufstiegschancen und eine Weiterentwicklung ihres Berufes bieten. Dazu trage unter anderem die Akademisierung in der Pflege bei. Gaß sagte: „Ich bin stolz, dass es am kleinen Innovationsstandort Meisenheim Mitarbeiter gibt, die so aktiv sind, dies in die Hand zu nehmen.“

Die Professorinnen Margit Haas und Heike Spaderna von der Uni Trier, wo die ersten Studenten des GZG Meisenheim den Studiengang Klinische Pflege bereits abgeschlossen haben, berichteten über ihre Erfahrungen und beleuchteten unter anderem die Arbeitsfelder von akademischen Pflegepersonen. Es gebe Hindernisse und Widerstände, fehlendes Verständnis, Neid und Konkurrenzdenken gegenüber akademischen Pflegepersonen. Dennoch sei man auf einem guten Weg, meinen die Professorinnen.

Oeffentlicher Anzeiger, 18. Oktober 2018

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