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Pressespiegel

Schüler operieren eine Paprika am Blinddarm

16.05.2018, GZG Informationstag mit vielen Workshops

Von unserer Reporterin Roswitha Kexel

 

MEISENHEIM Wie fühlt es sich an, eine Spritze zu setzen? Welche Hilfsmittel stehen in der Rehabilitation von Schlaganfallpatienten zur Verfügung? Wie werden Wunden im Operationssaal vernäht? Welche Schulbildung ist erforderlich, um einen Pflegeberuf mit Karrierechancen ergreifen zu können? Antworten auf solche und ähnliche Fragen erhielten Schüler beim Tag der Pflegenden im Gesundheitszentrum Glantal (GZG) auf dem Liebfrauenberg.

Der Tag der Pflege wird in Deutschland seit 1967 am Geburtstag von Florence Nightingale veranstaltet. Die englische Krankenschwester (1820 bis 1910) gilt als Pionierin der modernen Krankenpflege. Den Internationalen Tag der Pflegenden nahm das GZG zum Anlass, um Schulklassen aus der Umgebung zu einem Aktionstag in das Meisenheimer Krankenhaus einzuladen und sie in Workshops und mit persönlichen und schriftlichen Informationen an das Thema Pflege und Ausbildungsmöglichkeiten heranzuführen.

Yvonne Wegner, Leiterin der Fachabteilung Pflegeentwicklung und Qualitätsmanagement im GZG, hatte dazu neun Schulen angeschrieben. 77 Schüler der Berufsbildenden Schule Kirn, der Fachoberschule Lauterecken-Wolfstein und der Realschule plus Meisenheim nahmen die Einladung an, Pflege im GZG an einem Vormittag hautnah erleben zu können.

Diese durften dann eine „Blinddarmoperation“ mit dem Laparoskop durchführen, wobei der Blinddarm eine aufgeschnittene Paprika war, in die Gummibärchen gelegt werden sollten, was sich für einige jedoch nicht einfach gestaltete.

Die Herz-Lungen-Wiederbelebung konnten die jungen Leute ebenso üben wie den Einstich mit einer Spritze, wobei der „Patient“ allerdings eine Orange war. An anderer Stelle wurden Blutzucker und Blutdruck gemessen, auch die sorgfältige Händedesinfektion wurde den Schülern gezeigt.

Es gab einiges zu sehen und zu erleben an diesem Vormittag. An sechs Stationen wurden Workshops angeboten, bei denen es unter anderem um die Themen Wundmanagement, Notfallversorgung, Pflege in der Akutversorgung und der Rehabilitation, Händehygiene im Krankenhaus und Dienst im Operationssaal ging. Zusätzlich erhielten die Jugendlichen Informationen zu Ausbildungsmöglichkeiten - insbesondere zu dem relativ neuen, interessanten dualen Studium Klinische Pflege mit dem akademischen Abschluss Bachelor of Science und der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger in einer Gesamtausbildungszeit von nur vier Jahren.

Dazu hatte Iris Schneider von der Studienfachberatung der Universität Trier Flyer mitgebracht. Auch lagen Beschreibungen zu Berufsbildern und Karrierewegen in der Pflege bereit, die das Landeskrankenhaus zum Mitnehmen für die Schüler gedruckt hatte.

Die jungen Leute fanden das Angebot und die Workshops total spannend, machten sich Notizen zu Fragen und Antworten und genossen nebenbei Getränke und Snacks oder etwas Süßes zum Naschen, die das GZG bereitgestellt hatte.

 

Oeffentlicher Anzeiger, 16. Mai 2018

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