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Pressespiegel

Schüler machen sich mit Berufswelt bekannt

22.09.2017, Orientierungshilfe Achtklässler beweisen Geschick beim Mitmachparcours

Von unserer Reporterin Roswitha Kexel

MEISENHEIM Es wird gehämmert, geschraubt und geklopft – die Miniaturproduktionsstraße, in der Regale vom Rohmaterial bis zum fertigen Regal produziert werden, ist neben Arbeitslärm Stimmengemurmel zu hören. Während ein junger Rollstuhlfahrer sich abmüht, das Gefährt sicher über eine kleine Anhöhe zu steuern.

Wo ansonsten Sport getrieben wird, luden am Tag der Berufs- und Studienorientierung der Realschule plus in Meisenheim Unternehmen zu einem Mitmachparcours ein, bei dem die Schüler der achten Klassen ihre Geschicklichkeit testen durften. Und man staunte, wie handwerklich begabt und technisch interessiert nicht nur Jungs, sondern auch Mädchen sein können – wenn sie sich denn nur trauen. Daher hatte die Schule Laufzettel gedruckt, damit auch die Mädchen alle Stationen durchlaufen. Danach durften die Achtklässler eine Bewertung abgeben.

Auf der anderen Seite gab es auch Lob für die Qualität der Schulausbildung von den Anbietern. Am Abend konnten sich dann alle Interessierten – Schüler wie Eltern, Lehrer, Gäste – über verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten in der Region informieren. Mit letztendlich 25 Teilnehmern hatte die dritte Ausbildungsbörse, die von der Werbegemeinschaft Blickpunkt organisiert wurde und in den Tag der Berufs- und Studienorientierung der Realschule plus eingebunden war, ein Rekordergebnis erreicht. Dennoch bot die Wesbach-Turnhalle ausreichend Platz für alle Unternehmen sowie auch für die Bewirtung, die der Förderverein der Schule übernommen hatte. Die Agentur für Arbeit und die Fachoberschule Lauterecken-Wolfstein waren ebenso vertreten wie die Ökumenischen Sozialstationen Nahe gGmbH und Lauterecken-Wolfstein, der DRK-Rettungsdienst Rhein-Nahe, das Bodelschwingh-Zentrum, die Verbandsgemeindeverwaltung Meisenheim, die Bundeswehr, das Gesundheitszentrum Glantal, verschiedene Krankenkassen und weitere Unternehmen wie beispielsweise Firma Bernhard Elektrotechnik, Möbel Martin, Bito Lagertechnik, Schneider Bau aus Merxheim, Rena Fertigungstechnik GmbH aus Rockenhausen, Müller Präzisionswerkzeuge GmbH aus Sien, Schneider Optische Werke Bad Kreuznach, Hay Automobiltechnik. Vom Alten-, Gesundheits- und Krankenpfleger über Elektroniker und Werkzeugmacher bis zum Zerspanungsmechaniker wurden viele verschiedene Ausbildungswege vorgestellt – natürlich für beide Geschlechter geeignet. Dabei wurde deutlich, dass gerade in den sozialen Berufen die Chancen für eine Ausbildung gut stehen, jedoch die Nachfrage nicht groß ist. „Die Wirtschaft boomt und stellt Auszubildende ein. Da bleibt für die Pflege mit weniger attraktiven Dienstzeiten nicht mehr viel“, bedauerten Ferdinand Schmidt, Pflegedienstleiter des Evangelischen Altenzentrums Meisenheim, und Nicole Acar, Praxisanleiterin in der Ökumenischen Sozialstation Lauterecken-Wolfstein. Die Sozialstation Nahe hielt gleich ein mehrseitiges Konzept zur Ausbildung des Altenpflegers bereit.

Sowohl Konrektorin Kerstin Pusch als auch der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Blickpunkt, Helge Stolz, bewerten den Zuspruch und die direkten Kontakte, die zwischen Schülern, Eltern, Auszubildenden und Praxisanleitern zustande kamen, ebenso positiv wie die Schüler, die das geballte Angebot ausschöpften.

Oeffentlicher Anzeiger, 22. September 2017

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