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Pressespiegel

Spannender Einblick in Pflegeberufe

12.05.2017, Krankenpflege ist ein Frauenberuf? – Nicht für Schüler der Disibod-Realschule plus Bad Sobernheim

BAD SOBERNHEIM/MEISENHEIM

Am letzten Donnerstag im April war es wieder soweit: Die an der Disibod Realschule plus beliebten, bundesweit stattfindenden Aktionen Girls' Day und Boys' Day zur Berufsorientierung gingen in die 17. Runde. Insgesamt nutzten circa 85 Mädchen und Jungs der Klassenstufen 5 bis 10 die Gelegenheit, neue Erfahrungen für ihre Berufs- und Lebensplanung zu sammeln und ihre Interessen und Begabungen auszuprobieren. Und zwar im Geschlechterrollentausch. Denn das war die klare Vorgabe.

Mädchen können am Girls' Day ganz gezielt Einblicke in die eher von Männern besetzten Bereiche Handwerk, Technik und Naturwissenschaften erhalten. Im Gegenzug dazu können die Jungs am Boys' Day in die Bereiche Erziehung, Soziales, Pflege und Gesundheit – bislang eher typische Mädchenberufe – reinschnuppern. Somit reichte die berufliche Bandbreite bei den teilnehmenden Schülern der Disibod-Realschule plus vom Handwerk (Baugewerbe, Schreinerei) über Dienstleistungen (Friseur, Erzieher, Polizei, Stadtverwaltung, Kranken- und Altenpflege) bis hin zu technischen Berufen (Elektroniker, Installateur, Mechatroniker).

Die Erfahrungen eines Schülers

So nutzte auch Nils Maurer (Klasse 7b der DRS) aus Bärweiler den Girls' und Boys' Day ganz gezielt zur Selbsterfahrung und versuchte sich in dem eher weiblich dominierten Berufsfeld des Gesundheits- beziehungsweise Krankenpflegers. Doch lassen wir ihn einfach mal selbst erzählen, was er am Donnerstag, 27. April, in der Glantalklinik in Meisenheim so alles erlebt hat.

„Was mir schon mal gleich gut gefiel, war die supernette Betreuung durch Daniel Böhm, den stellvertretenden Leiter Allgemeine Verwaltung. Ich konnte ihn alles fragen, was mir auf dem Herzen lag. Toll war auch, dass ich die Möglichkeit hatte, durch die verschiedensten Fachbereiche des Gesundheitszentrums zu rotieren. So lernte ich Stationen wie Chirurgie und IMC, zentrale Patientenaufnahme, Physiotherapie aber auch das Sprachheilzentrum kennen. Auf der Chirurgie gefiel mir besonders gut, dass ich mit anpacken konnte und bei der Patientenversorgung dabei war. Bei der IMC/Zentrale Patientenaufnahme wurden mir die Räume und Geräte gezeigt, welche hier zum Einsatz kommen. Beim therapeutischen Dienst habe ich die Therapeuten bei der Physiotherapie und der Turngruppe begleitet. Alles sehr abwechslungsreich und spannend.

Am meisten Spaß gemacht hat mir die Arbeit auf der 1C, dem Sprachheilzentrum. Zurzeit wohnen hier 53 Kinder im Alter von neun bis 18 Jahren, die teilweise aus ganz Deutschland kommen und oft lange Wartezeiten hinter sich haben. Hier konnte ich mich gut einbringen und mit den Kindern spielen. Nach meinen Erfahrungen in der Glantalklinik kann ich mir durchaus eine Zukunft als Gesundheits- und Krankenpfleger vorstellen.“

Auch das Fazit von Daniel Böhm zu Nils Besuch hört sich gut an: „Krankenpflege ist ein Frauenberuf? Nicht für Nils Maurer aus Bärweiler. Der 13-jährige Schüler der Disibod-Realschule Plus Bad Sobernheim hat den Krankenhausalltag des Gesundheitszentrums Glantal mit Bravour gemeistert. Wir wünschen ihm auf diesem Weg alles Gute und viel Erfolg für seine Karriere in der Krankenpflege.“

Somit hat die Glantalklinik, welche dieses Jahr zum ersten Mal einen Boys' Day Teilnehmer aufgenommen hat, einen wichtigen Beitrag zur Berufsorientierung geleistet. „Es wäre gut“, so Lehrerin Silke Wöllstein, die den Girls' und Boys' Day an der Bad Sobernheimer Disibod-Realschule plus betreut und organisiert, „wenn dieser Berufsorientierungstag auch dazu beitragen würde, dass Jungs verstärkt in eher weiblich dominierte Berufsfelder vorrücken und sich umgekehrt auch die Zahl der weiblichen Beschäftigten in den eher für Männer typischen Berufen erhöht. Damit könnte zum Beispiel der fortschreitende Fachkräftemangel in der Industrie verringert werden.“

Oeffentlicher Anzeiger (West) vom Freitag, 12. Mai 2017

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