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Pressespiegel

Glantalzentrum liegt die Gesundheit der Mitarbeiter am Herzen

23.09.2016, Projekttag Augenmerk auf Ernährung, Fitness, Blutwerte und Hygiene

Von unserem Reporter Martin Köhler

MEISENHEIM Das Gesundheitszentrum Glantal bietet einmal im Jahr den „Gesundheitstag für Mitarbeiter“ an. Am Mittwoch war es wieder so weit. Zwar sei es keine Pflichtveranstaltung, betonte der Assistent des kaufmännischen Direktors, Daniel Böhm, doch die Mitarbeiter seien angehalten, sich an den zehn Ständen und Mitmachaktionen zu informieren. Letztlich auch, um mit gutem Beispiel für ihre Patienten voranzugehen.

Es war ein kleiner, aber feiner Gesundheitstag auf zwei Stockwerken, den die Klinik auch in Zusammenarbeit mit der Werbegemeinschaft Blickpunkt auf die Beine gestellt hatte. Beispielsweise bot das Fitness- und Gesundheitsstudio Linn, das sogenannte MTZ, Mitarbeitern Probetraining an. „Das MTZ gehört nicht direkt zu unserem Haus. Die Räume sind vermietet“, erläuterte Daniel Böhm beim Rundgang. Krankenhausmitarbeiter erhalten um 15 Prozent verbilligte Trainingsmöglichkeiten: Krafttraining kostet regulär 49 Euro im Monat. Mitarbeiter heben bereits für 42 Euro Gewichte. Rückentraining gibt's für 29 Euro statt 35 Euro. Da sei es doch sinnvoll, befand Böhm, gleich an der Arbeitsstelle den Sport zu betreiben. Und er lobte, dass die Mitarbeiter des Studios Linn dem Krankenhaus bei personellen Engpässen aushelfen.

Direkt am Eingang stand die Firma Vorwerk. Doch was haben Staubsauger mit Gesundheit zu tun? Mitarbeiterin Tanja Heß lächelte: „Wir sind von Vorwerk-Thermomix und bereiten Smoothies und gesunde Suppe zu.“

Im Erdgeschoss ging's dann weiter bei der Blutzucker- und Blutdruckmessstation. Wie oft messe das Pflegepersonal seinen Patienten diese Werte, und für die eigenen Werte interessiere sich keiner, wusste Daniel Böhm aus Erfahrung. Da sei dies doch eine gute Chance, die jeder Mitarbeiter nutzen sollte. Nebenan sensibilisierte Diätassistentin Katrin Böhm die Mitarbeiter für die Nährwerte, allen voran den Zuckergehalt von alltäglichen Lebensmitteln wie Ravioli, Ketchup, Cola oder Joghurt. Das Ergebnis: Erschreckend viel Zucker ist in unsere Lebensmittel legal gemixt, die dem Abnehmen keine Chance lassen.

Dann gab es auch noch Juliane Pett von der Kompetenzstelle Hygiene am Landeskrankenhaus. Sie hatte allerlei Infos über Kliniksauberkeit und gegen Keime dabei. „90 Prozent aller Keim werden über die Hände übertragen. Deswegen ist die Händedesinfektion die wichtigste Maßnahme, um Keime zu bekämpfen“, wusste sie und lud alle ein, den Händereinigungstest zu machen: Dazu rieb man sich die Hände mit Desinfektionsmittel ein, in das ein Leuchtmittel gemischt war. Unter der UV-Lampe wurde dann sichtbar, wie gründlich die Desinfizierung war. Selbst für langjährige Krankenhausangehörige waren die Ergebnisse überraschend, weil viele Flecken auf den Händen dunkel blieben: Dort kam keine Reinigungsflüssigkeit an. Diese Aktion hatte auch den Hintergrund, dass das Krankenhaus eine Zertifizierung haben will, um die man sich alljährlich neu bewerben muss.

Sein eigenes Zimmer bekam Hörgeräteakustiker Heiko Palm zugeteilt, um ungestört Hörtests machen zu können. „Ich habe vier Mitarbeitern ein eingeschränktes Hörvermögen attestieren müssen und sie zum Ohrenarzt geschickt“, berichtete er zur Mittagszeit. Die Krankenhausküche kochte am Mittwoch mal keine Schnitzel mit Pommes, sondern kerngesunde Wraps mit einer dicken Füllung Gemüse. „Das ist gesünder und schmeckt auch noch besser“, sagte Azubi Lilli Tess Jaki beim genüsslichen Test. Am Nachmittag wurden drei Kurse „Muskelentspannung nach Jacobsen“ angeboten.

Gute Nachricht für alle Kunstliebhaber: Die derzeit laufende Ausstellung mit Bildern von Karmen Harasti wird bis zum 31. Oktober verlängert.

Öffentlicher Anzeiger, 23. September 2016

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