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Pressespiegel

Gesundheitszentrum hat nun MRT

19.11.2016, Einweihung Gerät der neuesten Generation kostet samt Einbau mehr als 1,5 Millionen Euro – Meilenstein der Diagnostik

MEISENHEIM Je früher die Behandlung einsetzt, umso größer ist der Therapieerfolg. Das gilt sowohl bei Multipler Sklerose (MS) als auch bei Schlaganfall und vielen anderen Erkrankungen. „Darum bin ich froh, dass wir jetzt exklusiven Zugriff auf ein MRT-Gerät haben“, erklärte Dr. Ulrike von der Osten-Sacken, Ärztliche Direktorin des Gesundheitszentrums Glantal (GZG), bei der Präsentation des neuen Magnetresonanztomografen. Mehr als 1,5 Millionen Euro haben Anschaffung und Einbau des neuen Gerätes im Krankenhaus auf dem Liebfrauenberg gekostet.

Zur Einweihung waren die niedergelassenen Ärzte, Mitarbeiter und Vertreter des öffentlichen Lebens in die Magistrale des GZG eingeladen. Nach einer Einführung zur Diagnostik und individualisierten Therapie von Multipler Sklerose und Schlaganfall gab Dr. Ulrike von der Osten-Sacken das Wort an Dr. Mathias Weitz von der Gemeinschaftspraxis für Radiologie und Nuklearmedizin Dr. Dietz und Kollegen in Idar-Oberstein weiter.

Magnetfelder statt Röntgenstrahlen

Der Radiologe hob die bereits seit einiger Zeit praktizierte gute Zusammenarbeit mit dem Meisenheimer Krankenhaus hervor und bestätigte den GZG-Bediensteten ein hohes Maß an Motivation und Engagement. Er informierte über die Funktion des MR-Systems „Philips Ingenia 1,5 T“, welches das erste digitale Breitband-MR-System auf dem Markt ist.

Dr. Weitz erläuterte das Prinzip der Kernspintomografie, bei der statt Röntgenstrahlen starke Magnetfelder zur bildgebenden Diagnostik verwendet werden, und deren Einsatz unter anderem in der Neurologie, Onkologie, Orthopädie, Unfallheilkunde erfolgt. Vorteile des neuen medizinischen Gerätes, das auch kleinste Veränderungen und Strukturen im Körperinneren innerhalb kurzer Zeit hochauflösend darstelle, seien neben der Detailgenauigkeit und präzisen Diagnose der Öffnungsdurchmesser von 70 Zentimeter, wodurch weniger Fälle von Klaustrophobie auftreten, sowie der bis 250 Kilo Körpergewicht zugelassene Tisch, der eine flexible Lagerung zulasse, informierte Dr. Weitz. An einigen Fallbeispielen zeigte der Radiologe die ausgezeichnete Bildqualität und die Schnelligkeit des jetzt in der Radiologie des GZG eingesetzten Gerätes auf und ging auch auf die Frage „Wann braucht man MRT und wann reicht ein CT?“ ein. Sein Fazit: „Das MRT ist eine hervorragende und vielseitige Diagnosemodalität ohne Strahlenbelastung. Sie sollte sinnvoll eingesetzt werden.“

Personal aufwändig geschult

Bei der anschließenden Führung durch die Radiologie war bei Margit Engel-Krob, der leitenden medizinisch-technischen Radiologieassistentin (MTRA), die Begeisterung für ihren Beruf und die Ausstattung des Krankenhauses deutlich zu spüren. „Man muss bedenken, dass wir hier in Meisenheim das modernste MRT-Gerät haben, das es gibt“, betonte sie und hob auch das digitale Röntgengerät und den strahlungsarmen Computertomografen hervor. Damit biete das Gesundheitszentrum Glantal die besten Möglichkeiten der medizinisch-technischen Versorgung der Patienten. Sie gab auch zu bedenken, dass die Kollegen viel geleistet haben, um sich mit den neuen Geräten vertraut zu machen.

Eine große Hilfe sei dabei der MRT-Spezialist im Team, Hermann Dick (MTRA), der Erfahrungen in der Schweiz und in anderen Bundesländern gesammelt hat. „Er ist unser Wegweiser, an ihm orientieren wir uns“, sagte Engel-Krob. Und auch die Zusammenarbeit mit der Praxis Dietz funktioniere super.

Um den MRT aus der Nähe betrachten zu können, mussten die Besucher alle metallischen Gegenstände ablegen, da das Magnetfeld eine beachtliche Anziehungskraft aufweist. Daher schauten die Meisten nur von der geöffneten Tür aus auf das medizinische Gerät. kx

Öffentlicher Anzeiger, 19. November 2016

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