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Pressespiegel

Begehbare Kunst veredelt einen wegweisenden Bau

18.06.2016, Feierstunde Gesundheitszentrum Glantal macht auf sich aufmerksam

Von unserer Mitarbeiterin Roswitha Kexel

MEISENHEIM Gleich zwei Anlässe gab es, weshalb David Langner, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, im Gesundheitszentrum Glantal auf dem Liebfrauenberg weilte: Das Projekt Kunst am Bau wurde nach eineinhalb Jahren eingeweiht und das Qualitätssiegel „Green Hospital“ in Gold der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) an die Geschäftsführung übergeben.

Dr. Gerald Gaß, Geschäftsführer der Landeskrankenhaus Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) mit Sitz in Andernach, konnte neben dem Künstlerduo Mirko Schwartz und Markus Quiring von der Künstlergruppe Conhereos aus Wiesbaden, das die begehbare Skulptur entworfen hat, auch den Kunstsachverständigen Professor Ullrich Hellmann begrüßen, der mit Fachkompetenz bei der Auswahl des Kunstwerkes aus 47 Bewerbungen behilflich war und dies in seiner Laudatio anschaulich beschrieb. Dabei ging er auf die Herausforderung der künstlerischen Ausgestaltung öffentlich geförderter Hochbauten am Hang ein. Die Schräge verlangte eine besondere Lösung, die passend zur Umgebung sehr komplex umgesetzt wurde. So habe das Künstlerduo die Hanglage treffend zum Thema der Skulptur gemacht und damit hohe Erlebnis- und Nutzungsmöglichkeiten geschaffen, würdigte Hellmann die künstlerische Arbeit von Schwartz und Quiring. Der Landeskrankenhaus-Geschäftsführer Dr. Gerald Gaß pflichtete ihm bei: „Ich bin sehr froh, dass wir dieses Kunstwerk ausgewählt haben. Es ist interessant, aufregend und begehbar – vielleicht das meistfotografierte Objekt hier.“ Mitarbeiter aus dem Sozial-, Bildungs- und Finanzministerium, das Direktorenteam des Gesundheitszentrums Glantal, die politischen Vertreter von Stadt und Verbandsgemeinde Meisenheim, Gerhard Heil und Dietmar Kron, der Personalratsvorsitzende und weitere Beschäftigte der Klinik waren zu der kleinen Feierstunde gekommen.

„Was wir hier erreicht haben, gilt als großes Vorbild für die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum“, betonte Gaß. Das Projekt, das nicht nur nach modernen Standards, sondern auch nach ökologischen Vorgaben gebaut wurde, genieße bundesweit große Aufmerksamkeit.

Dies unterstrich auch Staatssekretär David Langner in seiner Ansprache. Das Gesundheitszentrum Glantal sei der einzige Bau, der unter den Gesichtspunkten des nachhaltigen Bauens und Energiesparens errichtet wurde. Man könne davon ausgehen, dass langfristig Energiekosten eingespart werden und das herausragende Leuchtturmprojekt bundesweit Beachtung finde.

Die Gesundheitspolitik werde sich vielerorts auf diese Form der ärztlichen Versorgung im ambulanten und stationären Bereich besinnen. Denn trotz der immensen Investitionen werde deutlich, dass dies ein guter Weg sei. Aktuell werden laut Langner sieben Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz in dieser Hinsicht beraten.

Prof. Linus Hofrichter, Planer und Ideengeber an vielen Stellen des im Dezember 2014 eingeweihten Bauprojektes auf dem Liebfrauenberg, überreichte das Qualitätssiegel „Green Hospital“ in Gold der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) an Dr. Gerald Gaß. Hofrichter dankte dem Land für die Bereitschaft, rund 1 Million Euro für eine ökologisch nachhaltige Bauweise des 44-Millionen-Projekts auszugeben, sodass nun mit Pelletheizung, Blockheizkraftwerk, LED-Leuchttechnik und weiteren baubiologischen Besonderheiten langfristig eine Reduktion der Schadstoffe und Senkung des für eine Klinik üblichen hohen Energiebedarfs möglich sei. Der Diplom-Ingenieur ist sicher, das dass Meisenheimer Krankenhaus auch in den nächsten Jahren einen Mehrwert erfahren werde, der aufzeige: „Hier wurde vieles richtig gemacht.“

Öffentlicher Anzeiger, 18. Juni 2016

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