Zu den Inhalten springen

Navigation

Suche

Servicenavigation

Funktionen

| Schriftgröße
 

Kontextnavigation

Pressespiegel

Gesundheitszentrum als MS-Schwerpunkt ausgezeichnet

30.10.2015, Medizin Komplette Kette neurologischer Behandlung an einem Ort – Tagesklinik ist ein wesentlicher Faktor der Versorgung

MEISENHEIM Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) hat das Gesundheitszentrum Glantal in Meisenheim als anerkanntes MS-Zentrum ausgezeichnet. Dazu überreichte Dieter Korfmann, Geschäftsführer des Landesverbandes Rheinland-Pfalz, in einer kleinen Feierstunde die Ernennungsurkunde an Dr. Ulrike von der Osten-Sacken, Ärztliche Direktorin des Gesundheitszentrums Glantal (GZG) und Chefärztin der Neurologie. Bereits seit Jahren ist das GZG (vormals Glantal-Klinik) auf die Behandlung von an Multipler Sklerose erkrankter Patienten spezialisiert. Jährlich werden mehr als 400 Fälle ambulant und stationär versorgt. Nun hat das neue Krankenhaus, das seit dem 3. Januar geöffnet ist, die strengen Kriterien der DMSG erfüllt und ist eines der wenigen MS-Schwerpunktzentren in Rheinland-Pfalz.

Jeweils individuelle Behandlung

Im Gesundheitszentrum Glantal wird MS-Patienten die komplette Kette neurologischer Behandlung an einem Ort angeboten. Neben zwei ambulanten Praxen bildet besonders die Tagesklinik unter der Leitung von Christiane Schunck einen wesentlichen Faktor der Versorgung. Infusionen werden dort ohne vollstationären Aufenthalt verabreicht. Dabei geht Schunck auch auf die jeweilige Lebenssituation der Patienten ein. Osten-Sacken: „Berufstätige kommen morgens zur Blutabnahme und nach der Arbeit zur Infusion. Wir passen die Behandlung, wo es geht, den Bedürfnissen der Menschen an.“

Muss ein Patient stationär aufgenommen werden, versorgt ihn ein erfahrenes Team auf der Akutstation. Sind danach Maßnahmen zur Rehabilitation notwendig, nimmt sich die Reha-Abteilung unter Chefarzt Dr. Khalil Assaf der Behandlung an. Dr. Gerald Gaß, Geschäftsführer des Landeskrankenhauses, dem Träger des GZG, unterstrich bei der Zertifikatsübergabe: „Wir können stolz sein auf die Neurologie. Wir bieten eine hohe medizinische Qualität und arbeiten dabei dem Menschen zugewandt.“

Wie sehr die Meisenheimer und die Menschen in der Region mit dem GZG verbunden sind, machte Dietmar Kron, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Meisenheim, in seinem Grußwort deutlich: „Dieses Krankenhaus mit seiner Komplexität und Vielfalt sucht bundesweit seinesgleichen. Die Bürgerschaft weiß um die hohen Fähigkeiten der Menschen, die hier arbeiten.“ Die große wirtschaftliche Bedeutung des Krankenhauses für die Region unterstrich der Landtagsabgeordnete Denis Alt. Er lobte auch das Engagement des Landeskrankenhauses, sich zum Bau des neuen Krankenhauses entschieden zu haben.

Dass es ihrem Team trotz der hohen Zahl MS-Kranker gelingt, jedem Einzelnen eine individuelle Behandlung zukommen zu lassen, ist für Osten Sacken eine logische Notwendigkeit: „Eine Therapie kann nur wirksam sein, wenn der Patient die Medikation auch einnimmt, auch wenn er gerade frei von Beschwerden ist. Dazu ist es wichtig, über die Erkrankung genau aufzuklären.“ Zuhören und auf die Patienten einzugehen, gehören für Osten-Sacken und ihr Team zum Selbstverständnis: „Eine junge Patientin, die gern im Bikini ins Schwimmbad geht, sollte man nicht mit Medikamenten behandeln, die injiziert werden müssen und erhebliche Hautveränderungen nach sich ziehen können.“

Patientin berichtet

Um zu verdeutlichen, wie sich Multiple Sklerose auf die Gesundheit Betroffener und das Zusammenleben in ihren Familien auswirkt, lud die Chefärztin die Patientin Erika Jenemann aus Odernheim ein. Diese berichtete von ihrer Krankheit, die sie seit mittlerweile 43 Jahren beeinträchtigt. Jenemann sagte, dass das familiäre Umfeld und der persönliche Kontakt zum medizinischen Personal im Krankenhaus viel Kraft geben, besonders wenn die Krankheit mal wieder ausbricht.

Öffentlicher Anzeiger, 30. Oktober 2015

© Gesundheitszentrum Glantal 2017 | Impressum | Haftungsausschluss