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Pressespiegel

Politprominenz war beeindruckt

29.08.2015, Gesundheitszentrum Lob für „Vorzeigemodell“ für medizinische Grundversorgung auf dem Land

MEISENHEIM Hoher Besuch im Gesundheitszentrum Glantal auf dem Liebfrauenberg: Sigmar Gabriel, Vizekanzler, Bundeswirtschaftsminister und SPD-Parteichef, die Ministerpräsidentin Malu Dreyer sowie der Bundestagsabgeordnete und stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Karl Lauterbach schauten sich das Vorzeigemodell für medizinische Grundversorgung im ländlichen Raum an. Sie zeigten sich beeindruckt nicht nur von dem Neubau, sondern auch von der Gesamtstruktur der Einrichtung (wir berichteten).

Um 16.20 Uhr trafen der schwarze Bus und die Staatskarossen samt dem Tross um den Vizekanzler und die Ministerpräsidentin mit 20 Minuten Verspätung auf dem Liebfrauenberg ein. Nach kurzem Fototermin ging es durch den Haupteingang des Krankenhauses in die Magistrale, wo hilfreiche Hände einen kleinen Imbiss und Getränke an Stehtischen und zwei Stühlen für den hohen Besuch gerichtet hatten. Dort gab Landeskrankenhausgeschäftsführer Gerald Gaß einen Überblick über die Struktur der 43-Millionen-Euro-Investition, an der das Land Rheinland-Pfalz mit 28 Millionen Euro beteiligt ist und das Landeskrankenhaus mit 15 Millionen Euro. Gaß betonte stolz, im Juni dieses Jahres habe das Meisenheimer Krankenhaus erstmals seit Menschengedenken schwarze Zahlen geschrieben. Der Zuspruch sei ausgesprochen gut.

In dieser Form einmalig

Malu Dreyer, die den ersten Spatenstich für den Neubau der Klinik gemacht und die Entwicklung des Krankenhauses verfolgt hatte, erinnerte: „Man muss wissen, in Meisenheim wurde ein jahrelanger Kampf geführt.“ Man habe die Chance ergriffen und Glück gehabt und könne nun durch die hervorragende Kooperation mit dem Landeskrankenhaus ein ideales medizinisches Versorgungszen-trum im ländlichen Raum vorweisen. Auch Lauterbach hob das Gesundheitszentrum Glantal als vorbildlich hervor, mit diesem Modell sei Pionierarbeit geleistet worden: „Eine Gesamtstruktur wie diese gibt es bisher in dieser Form in Deutschland nicht.“

Gabriel bestätigte, ihm sei kein ähnliches Modell bekannt. Aber er wollte auch wissen, „wo es brennt“, was noch zu verbessern sei. Die Qualitätsanforderungen seien sehr hoch, man müsse darauf achten, dass dabei die wohnortnahe Versorgung der Patienten nicht auf der Strecke bleibe, sagte Gaß, während Pflegedirektor Klaus Clemens später den Personalschlüssel ansprach.

Auch lange Wartezeiten bis zu einem Termin beim Facharzt waren Thema beim anschließenden Rundgang, den Gaß – begleitet vom Direktorium des Krankenhauses und von Oberarzt Dr. Thorsten Blöck sowie Sicherheitsleuten, Journalisten, einem Kamerateam und Fotografen – durch das 150-Betten-Haus anführte. Zentrale Patientenaufnahme, Filialarztzen-trum, Rehaabteilung sowie die Physiotherapiepraxis Linn standen auf dem Programm, das aus Zeitmangel aber nicht ganz abgearbeitet werden konnte. In der Rehaabteilung gab Patient Heinz Leutloff aus Rehborn bereitwillig Auskunft über sein Krankheitsbild, das ihn in die Klinik gebracht hatte, während der behandelnde Chefarzt Dr. Khalil Anton Assaf die Therapie und deren Erfolg erläuterte. Leutloff lobte sowohl die ärztliche als auch die pflegerische Betreuung in den höchsten Tönen.

Zahlreiche Zaungäste

Zwischendurch mahnte Gabriels Mitarbeiterin zum Aufbruch, weil der Politiker- und Journalistentross für 17.45 Uhr in der Rheinhessen-Fachklinik Alzey angemeldet war. Doch es wurde 17.35 Uhr, bis Sigmar Gabriel im Hinausgehen mit Blick zurück ins Krankenhaus meinte: „So was Schickes hab’ ich noch net gesehen.“ Erst dann startete der schwarze Bus mit den getönten Scheiben in Richtung Alzey.

Auch der Bundestagsabgeordnete Gustav Herzog, der Landtagsabgeordnete Denis Alt, Carsten Pörksen und weitere Sozialdemokraten ließen sich den Besuch des Vizekanzlers und der Ministerpräsidentin nicht entgehen. Von der SPD in Stadt und VG Meisenheim waren ebenfalls einige Kommunalpolitiker vertreten sowie die Bürgermeister der Stadt und der VG Meisenheim, Gerhard Heil und Dietmar Kron.

Allein 55 angemeldete Personen standen auf der Liste, die das Ministerium erstellt hatte. Hinzu kamen Patienten und Besucher und solche, die über Umwege erfahren hatten, dass hochrangige Politiker dem Gesundheitszentrum Glantal auf dem Liebfrauenberg einen Besuch abstatten. Einige Patienten und Besucher saßen in der Cafeteria oder im Eingangsbereich des Krankenhauses und warfen ebenfalls einen Blick auf das Geschehen.

Öffentlicher Anzeiger, 29. August 2015

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