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Pressespiegel

Mainz gibt grünes Licht für Tagesklinik

09.06.2015, Behandlungskonzept Gesundheitszentrum Glantal verstärkt Kooperation mit der Chirurgie im Klinikum Idar-Oberstein

MEISENHEIM Es gibt aktuelle Nachrichten aus dem Gesundheitszentrum Glantal: Ab nächster Woche beginnt eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Klinikum Idar-Oberstein und dem Meisenheimer Gesundheitszentrum Glantal im Bereich Chirurgie. Der Chefarzt der Chirurgieabteilung und weitere Ärzte werden dann auch in Meisenheim operieren und die Patienten auf dem Liebfrauenberg betreuen. Das sieht ein neues Konzept vor. Diese Kooperation zwischen den Krankenhäusern Meisenheim und Idar-Oberstein könnte auch auf andere medizinische Gebiete ausgedehnt werden, informiert die Ärztliche Direktorin Dr. Ulrike von der Osten-Sacken.

„Wir haben hier in Meisenheim tolle moderne, neue Operationssäle, die jedoch nicht ausgelastet sind. Diese sollen künftig besser genutzt werden“, erklärt die Ärztliche Direktorin des Gesundheitszentrums Glantal. Zwar seien rund 500 000 Euro in eine Personalaufstockung für Ergotherapie, Physiotherapie, Diagnostik geflossen, doch in der Chirurgie sei man noch nicht dort, wo man hinwolle. Einerseits spiele dabei der allgemeine Ärztemangel eine Rolle, andererseits auch die Lage des Krankenhauses in der eher ländlich geprägten Region.

Außerdem kündigt Dr. von der Osten-Sacken die bevorstehende Ausschreibung für einen Magnetresonanztomographen an, der bis Ende dieses Jahres geliefert und eingebaut werden soll. Damit könnten auch ambulant Kernspinuntersuchungen durchgeführt werden, was den Menschen in der Region lange Anfahrtswege in medizinische Zentren andernorts erspart. Mit der neuen Oberärztin, die bereits ihren Dienst angetreten hat, kann zudem ein Schwerpunkt in der Behandlung von Parkinson-Patienten gesetzt werden.

Patienten übernachten zu Hause

Zwar nicht medizinisch dringend erforderlich, jedoch fortschrittlich und am Puls der Zeit bewertet die Neurologin die Neuerungen auf technischem Gebiet mit Hotspot-Einrichtung für die Patienten und Ladestation für E-Bikes, die es demnächst umzusetzen gilt.

Die beste Nachricht ist für sie jedoch, dass das Mainzer Gesundheitsministerium der Einrichtung einer Tagesklinik nach einem Modell, das im Universitätsklinikum Münster entwickelt wurde, zugestimmt und insgesamt vier Plätze – zwei neurologische und zwei schmerztherapeutische Betten – genehmigt hat. „Die Tagesklinik ist dazu gedacht, eine kurzfristige intensive Diagnostik und Therapie zu ermöglichen, die über den normalen ambulanten Rahmen hinausgeht, aber die Patienten nicht aus ihrer Umgebung herausreißt. Das heißt, insbesondere Alleinerziehende und Menschen mit pflegebedürftigen Angehörigen oder Menschen, die aus anderen Gründen ungern im Krankenhaus übernachten, sind hierbei angesprochen“, erläutert die Neurologin. Sie hat festgestellt: „Patienten mit Multipler Sklerose profitieren von einer tagesklinischen Behandlung, da ambulant nicht alle neuen Therapieverfahren angewendet werden können. Die Tagesklinik ist gewissermaßen ein Lieblingskind von mir. Die Patienten kommen morgens und können nach der Therapie abends wieder in ihr häusliches Umfeld zurück.“

Infoabend am Mittwoch

Dr. Ulrike von der Osten-Sacken, die auch im Ärztlichen Beirat der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) Rheinland-Pfalz vertreten ist, stellt immer wieder fest: „Es würden sicherlich mehr Patienten die Möglichkeit einer Tagesklinik nutzen, wenn sie wüssten, dass sie besteht und besser informiert wären.“ Daher stellt sie zusammen mit Christiane Schunck, der pflegerischen Leiterin der Tagesklinik am Gesundheitszentrum Glantal auf dem Liebfrauenberg, dieses therapeutische und diagnostische Angebot morgen, Mittwoch, ab 18 Uhr, im Erdgeschoss des Hauses vor. Zudem informiert Dr. von der Osten-Sacken an diesem Abend über neue Behandlungsmethoden und Therapien bei Multipler Sklerose.

Öffentlicher Anzeiger, 9. Juni 2015

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