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Pressespiegel

Delegation besucht rumänische Kleinstadt

15.05.2015, Engagiert Meisenheimer unterstützen Tasnad in Satu Mare mit medizinischem Material

MEISENHEIM/SATU MARE Tief beeindruckt und mit unvergesslichen Erlebnissen im Gepäck, kehrte eine fünfköpfige Delegation aus der Region Satu Mare in Rumänien zurück. Die Reisenden konnten sich davon überzeugen, dass das Inventar aus den beiden alten Betriebsteilen der Glantal-Klinik gut angekommen ist und einer sinnvollen Verwertung ebenso zugeführt wird wie Material, das im Klinikalltag nicht mehr benötigt und vom Landeskrankenhaus (AöR) an hilfsbedürftige Krankenhäuser in Rumänien gespendet wird.

So ging ein großer Teil des Inventars aus der Glantal-Klinik in den Norden Rumäniens, nach Tasnad in der Region Satu Mare. Dort werden die aussortierten Möbel, Heizkörper, Medizingeräte, Betten und andere Materialien, die eine neunköpfige Arbeitergruppe um Architekt „Nelu“ in der Glantal-Klinik Meisenheim ausbauen durfte, weiterverwertet (wir berichteten vom Ausbau).

Vom Gesundheitszentrum Glantal in Meisenheim zählten Pflegedirektor Klaus Clemens, der technische Leiter Volker Heinemann und Daniel Böhm, stellvertretender Leiter der allgemeinen Verwaltung, zur Delegation, die nach Rumänien reiste. Ebenfalls mit von der Partie waren Pflegedirektorin Rita Lorse vom Landeskrankenhaus (AöR) und die stellvertretende Stationsleitung der Neurologie 3 in der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, Stella Polcher. Organisiert wurde die viertägige Reise durch den Verein „Freunde und Förderer sozialer Projekte in Tasnad, Rumänien“, welcher die Spendenaktion von Anfang an betreute und die Lkw-Transportfahrten koordiniert.

Böhm berichtet von seinen persönlichen Eindrücken: „Obwohl sich gerade die Meisenheimer mit Versorgungsschwierigkeiten im ländlichen Raum gut auskennen, wurden sie dort mit völlig neuen Dimensionen konfrontiert. Von Handschuhen über Hygienespender bis hin zu einfachstem Desinfektionsmittel – es mangelt an allem. Besonders erschreckend war die Tatsache, dass die bereits gespendeten Spritzenpumpen nicht genutzt werden konnten, weil das Zubehör laut Dr. Monica Sejk, Chefärztin der Inneren Abteilung, zu teuer ist. Dem soll jetzt – soweit waren sich die Pflegedirektoren einig – Abhilfe geboten werden.“

Erfreulich war Böhm zufolge der Zustand der Kinderklinik in Tasnad, die mithilfe des Fördervereins im vergangenen Jahr neu eröffnet wurde. Mobiliar, Kinderbetten, medizinisches Gerät, Edelstahlküche, Sozial- und Warteräume sowie der Therapieraum mit Sportgeräten, Bällebad- und Snoezelraum seien alle in einem guten Zustand. Böhm befindet: „Der Grund für das schnelle Gelingen der Hilfsaktion liegt auf der Hand. Mit Gründung der Caritas, die sicherstellt, dass das Material auch in Tasnad bleibt, hat sich viel verbessert. Sie unterhält mittlerweile eine Kleiderkammer, eine Armenspeisung, ein medizinisches Versorgungszentrum für nicht versicherte Bürger und eine Altentagesstätte.“

Obwohl der Verein „Freunde und Förderer sozialer Projekte in Tasnad, Rumänien“ erst 2013 gegründet wurde, gibt es die Rumänienhilfe bereits seit 25 Jahren. Im Jahr 1990 startete der erste Hilfskonvoi vom Westerwald in die Kleinstadt Tasnad. Seitdem organisieren Werner Kessler und das Team um den Vorsitzenden Hans Althöhn die Fahrten nach Tasnad, dessen Bevölkerung den ehemaligen Rettungssanitäter aus Hillscheid mittlerweile ins Herz geschlossen hat.

Weitere Informationen über den Verein „Freunde und Förderer sozialer Projekte in Tasnad, Rumänien“ finden sich im Internet im Internet unter www.freunde-sozialer-projekte-tasnad.de.

Öffentlicher Anzeiger, 15. Mai 2015

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