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Pressespiegel

Den ersten Patienten mit Blumen begrüßt

05.01.2015, Großeinsatz Umzug der Kranken von zwei Betriebsteilen unter ein Dach des Gesundheitszentrums Glantal verlief erfolgreich

MEISENHEIM Aus zwei mach eins: Operation gelungen. Die beiden Betriebsteile der Glantal-Klinik „Hinter der Hofstadt“ und die Neurologische Klinik auf dem Liebfrauenberg sind nun im Gesundheitszentrum Glantal vereint. Seit eineinhalb Jahren hatten sich die Teams der beiden Standorte der Glantal-Klinik auf den großen Tag des Umzugs bis ins Detail vorbereitet. Kein Wunder also, wenn am Samstag fast alles nach Plan lief.

Im Morgengrauen ging’s los. Bis zur Mittagszeit waren alle 51 Patienten auf ihrer Station – und die eigentliche Arbeit für das Pflegepersonal konnte beginnen. Zwar sind noch einige Kisten auszupacken, und Mitarbeiter und Patienten müssen sich noch an neue Wege gewöhnen, doch schon am ersten Tag im neuen Haus wurden sie dem Leitspruch „Gemeinsam packen wir’s“, der auf den einheitlichen blauen Poloshirts steht, gerecht.

Welch ein logistischer Aufwand hinter einem solchen Umzug steckt, können Außenstehende nur erahnen. Daniel Böhm, der Assistent des Kaufmännischen Direktors Stephan Backs, weiß ganz genau, wie viel Organisationstalent erforderlich war, um den Großeinsatz zu planen. Denn er beschäftigt sich seit eineinhalb Jahren mit vielen Details, die im Vorfeld geklärt werden mussten. Böhm hatte am Umzugstag im Betriebsrestaurant Posten bezogen, von wo aus er Krankenpflegeschüler von der Rheinhessen Fachklinik Alzey, Praktikanten und FSJler den Patienten als Begleiter und Helfer zuteilte. Gisela Blättel gab dazu T-Shirts an die jungen Leute aus, damit sie ein einheitliches Bild abgeben und als Begleitpersonen für die Patienten zu erkennen waren. Zudem erhielten die jungen Leute grüne Stofftaschen mit dem Werbeaufdruck „… gut für dich! Gesundheitszentrum Glantal“. Darin konnten persönliche Sachen für den Umzug verstaut werden.

Währenddessen hielt Pressesprecher Markus Wakulat die Medien auf dem Laufenden, organisierte Konferenzen mit dem Kaufmännischen Direktor Stephan Backs, Pflegedirektor Klaus Clemens und der Ärztlichen Direktorin Dr. Ulrike von der Osten-Sacken, dem Pressesprecher des DRK-Kreisverbandes Bad Kreuznach, Philipp Köhler, sowie Begleiter für die zahlreichen Medienvertreter durch die Häuser.

Der erste Patient war für 8 Uhr angekündigt. Doch Klaus Schröder aus Schmittweiler, der wegen einer Kopfwunde im Altbau der Neurologischen Klinik behandelt wurde, traf erst mit 20 Minuten Verspätung im Neubau des Gesundheitszentrums Glantal (GZG) ein. Mehrere Kamerateams, Fotografen und weitere Medienvertreter sowie das Direktorium und Mitarbeiter des Hauses begrüßten den 73-Jährigen bei seiner Einfahrt im Liegen mit Applaus. Mit dem Ausruf „Und wo ist der Champagner?“ brachte der gut gelaunte Senior die Menge zu einem herzhaften Lachen, das einen Teil der Spannung löste, die den ganzen Morgen über auf dem Organisationsteam und der Einsatzleitung gelastet hatte.

Pflegedirektor Klaus Clemens und die Ärztliche Direktorin Dr. Ulrike von der Osten-Sacken hießen Klaus Schröder als ersten Patienten des GZG mit Blumen willkommen. Sie verrieten auch, was der Schmittweilerer im Vorfeld gesagt hatte, als er gefragt wurde, worauf er sich im Gesundheitszentrum Glantal am meisten freute: auf das Bad im Patientenzimmer. Auch Irma Ammann-Grill aus Niederalben zeigte sich nach dem Umzug begeistert von der Ausstattung der Patientenzimmer, lediglich die Schränke kamen ihr ein wenig klein vor.

Wer nun aber glaubte, dass sich auch die nachfolgenden Transporte entsprechend verzögern würden, der irrte. Bereits nach gut zweieinhalb Stunden gegen 11.10 Uhr waren alle 51 Patienten auf Station und konnten dort wie geplant ihr Mittagessen einnehmen. Denn neben dem Klinikpersonal standen für den Umzug Haupt- und Ehrenamtliche des DRK-Kreisverbandes Bad Kreuznach mit verschiedenen Fahrzeugen ebenso parat wie Klaus und Stefan Ohmenzetter sowie der stellvertretende Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Meisenheim, Karl-Heinz Geib. Den DRK-Einsatz leitete Wilfried Diepers von der Leitstelle Bad Kreuznach. Er weiß: „Es ist wichtig, Ruhe zu bewahren. Wenn alle wie die aufgeregten Hühner durcheinandergackern, geht nichts.“

In einem abschließenden Gespräch zeigten sich sowohl Stephan Backs und Klaus Clemens als auch Dr. Ulrike von der Osten-Sacken vom Gesundheitszentrum Glantal und Philipp Köhler vom DRK-Kreisverband beeindruckt vom erfolgreichen raschen Abschluss des Umzugs. Clemens räumte ein, bei einzelnen Mitarbeitern neben all der Freude auch ein paar Tränchen der Wehmut gesehen zu haben. Er sagte: „Die größte Herausforderung ist nun, sich auf den Stationen zurechtzufinden.“ Dr. Ulrike von der Osten-Sacken findet es spannend, dass erstmals die einzelnen Abteilungen der beiden Klinikbetriebsteile unter einem Dach zusammenarbeiten. „Das wird sich auf die Patienten positiv auswirken“, ist sich die Ärztliche Direktorin sicher.

Öffentlicher Anzeiger, 5. Januar 2015

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