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Pressespiegel

Verkehr rollt wieder über den Liebfrauenberg

10.11.2014, Straßenbauprojekt - Nach anfänglichen Protesten wegen Beeinträchtigungen alle Seiten zufrieden

MEISENHEIM. Seit dem Wochenende ist die Straße Liebfrauenberg nach mehr als siebenmonatiger Bauzeit wieder für den Verkehr freigegeben. Hinweisschilder, die über Monate hinweg die Straßensperrung in Meisenheim beziehungsweise die Umleitungsstrecke zur Glantal-Klinik über den Werner-Martin-Weg markierten, gehören der Vergangenheit an.

Nach Abnahme durch die Bauabteilung der VG-Verwaltung und das Ingenieurbüro Zoller sind zwar noch einige Restarbeiten nötig, doch Kanal und Wasserleitung sind erneuert, und die Straße ist nun wieder befahrbar. In nächster Zeit können auch die verbliebenen Baumaschinen und Geräte abgezogen werden. Im Vorfeld zum Straßenausbau hatte es Proteste von Anliegern des Liebfrauenbergs gegeben wegen der Ausbauvariante, die eine Verkehrsberuhigung durch künstlich errichtete Engstellen auf der bergabwärts führenden Fahrbahnseite vorsah. Dadurch würden zusätzliche Gefahrenstellen geschaffen, befürchteten Bürger in einer Einwohnerversammlung, woraufhin der Stadtrat sich erneut mit den Entwürfen befasste und eine Änderung beschloss.

Auf der anderen Seite waren die Bewohner des Neubaugebietes „An der Mälzerei“ anfangs mit der Umleitungsstrecke durch ihre Siedlung nicht einverstanden. So gab es auch von daher Einspruch, der sich jedoch legte, nachdem vonseiten der Stadt und des Ordnungsamtes einige verkehrsberuhigende Maßnahmen zur Sicherheit der Bewohner, insbesondere spielender Kinder, getroffen wurden. Danach funktionierte die Umleitung ohne größere Vorkommnisse. „Es gab keine Verletzten und keine großen Schäden“, stellte ein Bewohner fest.

Mittlerweile haben sich die Gemüter beruhigt. Planer Gernot Zoller ist froh, dass das Projekt jetzt weitgehend abgeschlossen ist. „Es waren immer Ansprechpartner da, die helfen konnten. Jeden Mittwoch war Besprechung auf der Baustelle. Das wussten die Anwohner und sprachen uns an, wenn es Probleme gab. Die wurden dann gleich aus dem Weg geräumt“, erklärte er. Beeinträchtigungen, die Anwohner des Liebfrauenbergs durch die Bauarbeiten über Monate hinweg hinnehmen mussten, wie Lärm, Staub und andere Belastungen, dürften bald vergessen sein, wenn auch einzelne Garagen- und Hofeinfahrten teilweise noch anzugleichen sind.

Ein Anlieger fasste zusammen: „Die Straße kann sich sehen lassen, sie ist gut geworden.“ Das bestätigt auch der Leiter der Bauabteilung in der VG-Verwaltung Meisenheim, Ralf Klemm, der gemeinsam mit Diplom-Ingenieur Holger Wendling von der VG-Verwaltung, dem Ersten Stadtbeigeordneten Eugen Krax und dem Ingenieurbüro Zoller sowie Polier Albrecht Schneider die Arbeiten begutachtete. Sein Urteil nach Abnahme der fertigen Straße und der Bürgersteige: „Keine gravierenden Mängel festgestellt.“

Auch in der Siedlung „An der Mälzerei“ dürfte Ruhe einkehren, wenn der Verkehr jetzt wieder über die Straße Liebfrauenberg rollt. Am Liebfrauenberg pflegten die Anwohner ein solch harmonisches Miteinander mit den Bauarbeitern, dass sie diese im Juni sogar zu einem Baustellenfest einluden, in dessen Verlauf sie die Mitarbeiter der Firma Jung nicht nur beköstigten, sondern auch für ihre Arbeit, das Entgegenkommen und ihre Freundlichkeit in den höchsten Tönen lobten. Daran erinnerten die Anwohner Dieter Reiß, Hans-Joachim Paschke und Bernd Franzmann bei der Abnahme.

Die Straße Liebfrauenberg ist eine wichtige Verkehrsader zur Glantal-Klinik. Sie ist die einzige klassifizierte Zu- und Abfahrtsstraße für das neue Gesundheitszentrum, das derzeit auf dem Liebfrauenberg entsteht und kurz vor Weihnachten, am Freitag, 19. Dezember, eingeweiht wird. Die rheinland-pfälzische Ministerin Malu Dreyer hat ihre Teilnahme ebenso zugesagt wie auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Das Land Rheinland-Pfalz fördert das 42-Millionen-Projekt Gesundheitszentrum mit mehr als 27 Millionen Euro.

Öffentlicher Anzeiger, 10. November 2014

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