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Pressespiegel

Zur neuen Klinik sollen regelmäßig Busse fahren

28.07.2014, Krankenhaus bei Informationsabend präsentiert

MEISENHEIM. Das Interesse am neuen Gesundheitszentrum Glantal auf dem Meisenheimer Liebfrauenberg ist groß. Das bestätigte sich erneut bei einem Informationsabend, zu dem das Landeskrankenhaus und die Verbandsgemeinde Meisenheim im Rahmen der Initiative „Starke Kommunen – starkes Land“ die Bürger der Verbandsgemeinden Meisenheim und Alsenz-Obermoschel in die Turnhalle des Sprachheilzentrums mit anschließender Besichtigung des Neubaus eingeladen hatten.

65 Personen waren angemeldet. 80 Stühle standen in der Turnhalle bereit. Am Ende folgten gut 100 Zuhörer den Ausführungen von Dr. Gerald Gaß, dem Geschäftsführer des Landeskrankenhauses, einer Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) mit Sitz in Andernach und Träger der Glantal-Klinik, sowie Meisenheims VG-Bürgermeister Dietmar Kron.

Gaß stellte das Pilotprojekt von den ersten Überlegungen zum Erhalt des Krankenhausstandortes Meisenheim bis zum derzeitigen Stand und seine Zukunftsvision ausführlich vor, während Kron sich auf die Vorzüge des Gesundheitszentrums für die medizinische Grundversorgung in der gesamten Region Nordpfalz mit ihren rund 30 000 Bürgern konzentrierte. Seine Ankündigung, dass aktuell ein Antrag für eine Buslinie zwischen Alsenz-Obermoschel und Meisenheim auf den Weg gebracht wurde und ein innerstädtischer Verkehr von der Stadt auf den Liebfrauenberg installiert werde sowie ein Apothekennotdienst im Gesundheitszentrum ein Ziel sei, wurde von den Zuhörern mit Applaus quittiert.

Das Innenministerium des Landes habe eine beträchtliche Summe, 180.000 Euro plus 50.000 Euro für ein Bürgerbeteiligungskonzept, zur Verfügung gestellt, informierte Kron. Mit diesem Konzept gehe man neue Wege, die nach Ansicht von Experten zukunftsfest seien. Er gab sich zuversichtlich: „Der Neubau des Gesundheitszentrums ist ein Projekt, das für unsere Kinder und Enkel Bestand haben wird.“ Dr. Ulrike von der Osten-Sacken, Ärztliche Direktorin der Glantal-Klinik, gab zu: „Ich bekomme jeden Morgen Herzklopfen bei dem Gedanken, hier arbeiten zu dürfen.“

Was passiert mit dem Krankenhausgebäude „Hinter der Hofstadt“, wenn der Neubau in Betrieb genommen wird? Gibt es einen Hubschrauberlandplatz? Wie geht es mit dem Schwimmbad weiter? Können künftig auch Hüftoperationen in Meisenheim durchgeführt werden? Wird es ausreichend Parkplätze geben? Die Zuhörer hatten viele Fragen, die Dr. Gerald Gaß zu beantworten wusste.

Für das Haus „Hinter der Hofstadt“ sei derzeit kein spezielles Nutzungskonzept vorhanden. Bis vor wenigen Monaten hoffte das Landeskrankenhaus, mit dem Betreiber des benachbarten Dr.-Carl-Kircher-Altenzentrums „ins Geschäft zu kommen“, was sich jedoch zerschlagen habe. Nun werde nach anderen Partnern gesucht. Gute Ideen seien gefragt. Eines machte Gaß jedoch deutlich: „Wir wollen keine Bauruine hinterlassen. Wir suchen nach Lösungen.“

Zum Hubschrauberlandeplatz informierte der Landeskrankenhaus-Geschäftsführer: Der alte Bau der Neurologie werde abgetragen und dort ein Hubschrauberlandeplatz angelegt. Das Hallenbad bleibe in Betrieb, so lange es technisch in Ordnung sei und keine größeren Investitionen erforderlich sind. Danach werde es in dieser Form nicht mehr möglich sein, betonte Gaß.

Zum Thema Hüftoperationen in Meisenheim versicherte er, dass dies in Zukunft denkbar sei, indem Spezialisten aus anderen Kliniken nach Meisenheim geholt würden. Was Parkplätze angeht, sei das Gesundheitszentrum Glantal gut bestückt. Es könnten deutlich mehr Parkflächen zur Verfügung gestellt werden, als nach den Richtlinien für 150 Betten gefordert sind, so Gaß.

Im Anschluss an die Erläuterungen wurden Führungen in drei Gruppen durch den Gebäudekomplex angeboten. Dabei staunten die Besucher angesichts der umfassenden Technik und der Versorgungsleitungen, die in Decken und Wänden verschwinden werden, sowie der Vorrichtungen für eine hochmoderne Ausstattung des Gesundheitszentrums. Zwischendurch schauten einige immer wieder durch die Fenster, um sich zu orientieren beim Gang durch die einzelnen Krankenstationen, die OP-Räume, die Küche und weitere Versorgungsräume, treppauf und treppab über die gefliesten Flure, Patientenzimmer und Nassräume.

Lukas Golabek vom Ingenieurbüro Potthoff, der ebenfalls eine Gruppe durch das Gebäude führte, zeigte sich beeindruckt von dem Engagement, das die Menschen in der Region um Meisenheim für „ihr Krankenhaus“ aufbringen. „Es wird hier nicht einfach etwas gebaut, es wird gelebt“, stellte Lukas Golabek dankbar fest.

Öffentlicher Anzeiger, 28. Juli 2014

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