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Pressespiegel

Kunst am Bau hat eine hohe Erlebnisqualität

30.05.2014, Neue Glantal-Klinik soll am 19. Dezember von Malu Dreyer eingeweiht werden

MEISENHEIM. Auf Animationen ist schon lange klar, wie die neue Glantal-Klinik in Meisenheim nach ihrer Fertigstellung Ende des Jahres einmal aussehen soll. „Die Ähnlichkeit des Baus mit den auf dem Reißbrett entstandenen, animierten Bildern wird zusehends größer“, stellte der Verwaltungsdirektor der Klinik, Stephan Backs, am Mittwochmorgen im Gespräch mit unserer Zeitung zufrieden fest.

Das moderne Krankenhaus auf dem Meisenheimer Liebfrauenberg soll am Freitag, 19. Dezember, feierlich eingeweiht werden. Dazu erwartet das Direktorium auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Tags darauf soll die Bevölkerung beim Tag der offenen Tür die Vorzeigeklinik intensiv „beschnuppern“ dürfen. Wenn alles planmäßig verläuft, ziehen Mitarbeiter und Patienten Anfang Januar in den imposanten Neubau um.

Auf dem Gelände hat die Sicherheit hohe Priorität. Seit dem 1. April werden Baustelle und Parkplätze überwacht. Ab dem 1. Juni darf die Großbaustelle nur nach vorheriger Ausweiskontrolle betreten werden. Tag für Tag sind jetzt 120 bis 150 Arbeiter zugange. Um die Parkplatzsituation zu entschärfen, hat der Verwaltungsdirektor den im Volksmund als „Monte Schlappo“ oder „Mont Meisenheim“ bezeichneten Parkraum oberhalb der Klinik erweitern lassen. Hier sollen Fremdfirmen ihre Fahrzeuge abstellen.

Die für die Zeit des Ausbaus der Liebfrauenbergstraße eingerichtete Umleitungsstrecke „klappt aus unserer Sicht gut. Ich habe noch keine Beschwerden von Mitarbeitern und Besuchern gehört“, berichtet Stephan Backs. Er hat das Krankenhauspersonal angehalten, „sich sehr angepasst zu verhalten“. Die Klinik sei bestrebt, die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten.

Die großen Anstrengungen, insbesondere vom Geschäftsführer des Landeskrankenhauses, Dr. Gerald Gaß, das Angebot des Gesundheitszentrums auf dem Liebfrauenberg vielfältig und attraktiv zu gestalten, trägt weitere Früchte. Der Ausschuss für Krankenhausplanung hat die Anträge auf Einrichtung einer neurologischen Tagesklinik und einer Tagesklinik für Schmerztherapie mit jeweils zwei Plätzen genehmigt. Darüber hinaus soll eine neurologische Frührehabilitation aufgebaut werden, womit die Lücke zwischen Akutversorgung und Reha der Phasen C und D geschlossen wird. Hierfür sind fünf Betten bewilligt. Auch die Ansiedlung von Facharztfilialpraxen wird mit Macht vorangetrieben.

Zum Bau eines öffentlichen Gebäudes gehört die Kunst am Bau. Dafür muss ein gewisser Prozentsatz der Bausumme aufgewendet werden. Neun Künstler bewarben sich für die Ausschreibung eines Projektes an der Glantal-Klinik. Es soll Patienten, Mitarbeitern und Besuchern einen Nutzen bringen. Als Standort wurde der Haupteingangsbereich festgelegt. Das Objekt soll eine künstlerische Intervention schaffen, die im Eingangs- und Verweilbereich eine atmosphärische Unterstützung bietet und zur Identifikation mit dem Ort beiträgt. Die Arbeit soll einen Bezug auf die Landschaft und das Gebäude nehmen, eine ruhige Zone schaffen, die zur Kommunikation und zum Verweilen einlädt und für Ankommende eine offene, angenehme Atmosphäre schafft. „Da der gewählte Bereich für die Kunst von Fahrzeugen und Personen durchquert wird, die Parkplätze direkt anschließen, ein Raucherpavillon und ein Fahrradunterstand zu berücksichtigen waren und auf dem Berg nicht so viel Platz ist, haben wir eine große Herausforderung an die Künstler gestellt“, konstatierten die Verantwortlichen.

Die Gruppe „conhereos“ aus Mainz erreichte den ersten Platz. „Die Arbeit hat einen hohen skulpturalen Wert und nimmt als Landmarke einen Kontrapunkt zum Krankenhaus-Neubau ein. Sie zeichnet sich durch eine hohe Erlebnis- und Nutzungsqualität aus.“ So wurde der Wettbewerbsbeitrag für die Glantal-Klinik bewertet.

Öffentlicher Anzeiger, 30. Mai 2014

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