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Pressespiegel

Dr. Katharina Hanf kämpft immer fürs Krankenhaus

12.02.2013, Durch das Angebot in Meisenheim können weite Wege vermieden werden

Mit ihrem Namen ist der Kampf um den Erhalt des Meisenheimer Krankenhauses eng verbunden: Dr. Katharina Hanf, stellvertretende Ärztliche Direktorin der Glantal-Klinik und Leiterin der Abteilung Anästhesie, wird am Freitagnachmittag offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Die Medizinerin wird aber den Menschen in der Region weiterhin als Notärztin erhalten bleiben.

Die gebürtige Heidelbergerin hatte in München und Heidelberg Medizin studiert, 1971 das Staatsexamen abgelegt. „Die Anästhesie war von Anfang an mein Wahlfach“, berichtet Dr. Katharina Hanf. Die Fachärztin, die mit einem Chirurgen verheiratet ist und vier Kinder hat, arbeitet seit 1987 am Meisenheimer Krankenhaus.

Hier eröffnete sie eine Praxis, war selbstständig und gleichzeitig Narkoseärztin der Klinik Hinter der Hofstadt. „Tag und Nacht bei der Arbeit oder in Rufbereitschaft“ – eine anstrengende Zeit für die engagierte Medizinerin. Ohne die Rücksichtnahme ihres Mannes, der lange Zeit die chirurgische Abteilung leitete, und des jetzigen Chirurgen, Hossein Amin-Salehi, „hätte ich wahrscheinlich den Job aufgeben müssen“, stellt Katharina Hanf rückblickend fest.

Sie musste ihr Privatleben sehr einschränken. „Nicht mal schöne Ausflüge mit den Kindern waren drin.“ Die Ärztin erinnert sich an eine Geburtstagsfeier: Als die eingeladenen Gratulanten vor der Tür standen, klingelte das Telefon, und Dr. Katharina Hanf musste sofort eine Narkose vor einem Kaiserschnitt einleiten. Die Feier fiel aus. „Im Laufe der Jahre habe ich sehr vermisst, persönliche Kontakte pflegen zu können“, moniert die Ärztin. Die vergangenen zwei Jahre verliefen in einem etwas ruhigeren Fahrwasser. Dr. Hanf hatte ihre Praxis geschlossen und arbeitete als angestellte Ärztin des medizinischen Versorgungszentrums in der Glanstadt.

Die aufregendste Zeit dürfte Mitte der 90er-Jahre gewesen sein, als dem Krankenhaus Hinter der Hofstadt die Schließung drohte und Hunderte Menschen für die Klinik demonstrierten. In dieser Phase brachte Katharina Hanf „an der richtigen Stelle sowie in der richtigen Art und Weise Argumente vor“ – mit Erfolg. Jetzt wird auf dem Liebfrauenberg das neue Gesundheitszentrum gebaut, womit die Glantal-Klinik eine gute Zukunft hat, „weil durch eine nicht festgelegte Bettenverteilung im Neubau mehrere Disziplinen im Haus gehalten werden können. Damit ist die ärztliche Versorgung in einem nicht sehr teuren Rahmen zu erhalten. Den Bedürfnissen der Menschen der Region kann hiermit am ehesten Rechnung getragen werden. Im Umkreis von 30 Kilometern gibt es keine andere Klinik. Durch das Angebot in Meisenheim können weite Wege, vor allem für Ältere, vermieden werden.“

Öffentlicher Anzeiger, 12. Februar 2013

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