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Pressespiegel

Gesundheitszentrum ist auf gutem Weg

17.05.2010, Landeskrankenhaus-Geschäftsführer und Politiker sind optimistisch

Der Neubau der Glantal-Klinik auf dem Liebfrauenberg in Meisenheim scheint in greifbare Nähe gerückt zu sein.

Gute Nachrichten zur Perspektive des Krankenhausstandortes Meisenheim und des Neubaus für das Gesundheitszentrum Glantal verkündete Landeskrankenhaus-Geschäftsführer Dr. Gerald Gaß beim 2. Meisenheimer Gespräch im Gemeindehaus. Das wurde von MdB Fritz Rudolf Körper und VG-Bürgermeisterkandidat Dietmar Krohn moderiert. Gaß erwartet bis Ende des Jahres einen definitiven Bewilligungsbescheid des Landes für die lange geplanten Klinikneubau auf dem Liebfrauenberg.

Demnach könnte Mitte 2011 der erste Spatenstich erfolgen und in eineinhalb bis zwei Jahren das 30 Millionen Projekt fertig gestellt sein. Das wartete mit Planungsskizzen auf, die eine Aussicht auf das bauliche Konzept gaben. Die ärztliche Notdienstzentrale, die Filiale einer Apotheke, Angebote in Physiotherapie und verschiedene Filialpraxen von Fachärzten sollen im Vorzeigeobjekt Gesundheitszentrum Glantal auf dem Liebfrauenberg integriert sein und die ambulante sowie stationäre medizinische Versorgung der Bevölkerung mit gewährleisten.

Mehr Ärzte aufs Land
An die 100 Personen, darunter niedergelassene Ärzte und Mitarbeiter der Glantal-Klinik, waren der Einladung des SPD Gemeindeverbandes Meisenheim zu dieser Gesprächsrunde mit dem Titel "Gesundheit auf dem Lande: sind wir in Zukunft noch gut medizinisch versorgt?" gefolgt. Dr. Günter Gerhardt, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV), sprach den Ärzteschwund auf dem Land an und erläuterte, mit welchen Maßnahmen die KV in diesem Punkt gegensteuern und mehr Ärzte für die Fläche gewinnen will.

Der Landtagsabgeordnete Peter Wilhelm Dröscher, der seit kurzem auch sozialpolitischer Sprecher der SPD im Land ist, erinnerte an die Protestaktionen vor fast 15 Jahren, als die Landesregierung eine große Anzahl Krankenhausbetten reduzieren wollte und die Bürger im Raum Meisenheim erfolgreich auf die Barrikaden gingen, um "ihren" Krankenhausstandort zu retten. Mittlerweile seien in einem Aktionsplan verschiedene praxisnahe Lösungen für die flächendeckende medizinische Versorgung der Bevölkerung auf den Weg gebracht worden, informierte Dröscher.

Euphorie bis Skepsis
Während Bürger wie Peter Michel aus Abtweiler und Horst Klein aus Meisenheim von euphorischer Stimmung, "fast wie Weihnachten", sprachen und auch der Applaus des Publikums entsprechend ausfiel, blieben andere skeptisch, wie beispielsweise Jürgen Haas. Er fragte: "Wie sicher ist die Sache mit dem Neubau? Kann sie noch kippen?" Peter Michel stellte die "frohe Botschaft" auch etwas in Zweifel. Er wollte wissen, inwieweit die Zustimmung der Krankenkassen vorliege.

MdL Dröscher antwortete: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein begonnenes Projekt dieser Größenordnung noch gestoppt wird, wenn nicht gerade eine totale Katastrophe passiert." Dem pflichtete Dr. Gaß uneingeschränkt bei: "Die überparteiliche Unterstützung ist uns sicher."

Fritz Rudolf Körper bescheinigte der Glantal- Klinik ein stabiles Leistungsniveau, und Dietmar Krohn sprach noch ein weiteres wichtiges Thema für die Bevölkerung an: den Apothekennotdienst, der von den Bürgern außerhalb der Geschäftszeiten teils weite Anfahrtswege zur nächsten diensthabenden Apotheke erfordert. "Da sind wir dran. Diesen Zustand müssen wir für die Menschen hier ändern," so Krohn unter dem Applaus der Zuhörer.

 

Projekt bietet große Chancen
Kommentar zum Gesundheitszentrum Glantal
von Klaus Dietrich

Gesundheitsthemen bewegen die Menschen. In der Region Meisenheim sind die Bürgerinnen und Bürger spätestens seit der größten Demonstration in der Geschichte der Glanstadt zum Erhalt der Krankenhäuser besonders sensibilisiert. Kein Wunder also, dass das "2. Meisenheimer Gespräch" gut besucht war.

"Das Gesundheitszentrum Glantal hat die Chance, zu einem Vorzeigeprojekt im ländlichen Raum zu werden", war groß auf der Leinwand im Gemeindehaus zu lesen. Mit diesem Projekt verknüpfen die Menschen am mittleren Glan Hoffnung - auch dauerhaft gute medizinische Versorgung und ansprechende Lebensqualität. Mit Dr. Gerald Gaß hat ein Mann das Modell "Gesundheitszentrum Glantal" in die Hand genommen, der kompetent und durchsetzungsfähig ist. Ihm ist es zuzutrauen, dass ehrgeizige 30-Millionen-Vorhaben zu realisieren.

Übrigens: der Neubau der Glantal-Klinik in Meisenheim  ist kein Luxus für die Region, sondern dringende Notwendigkeit. Nicht mehr und nicht weniger.


Öffentlicher Anzeiger, 17. Mai 2010

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