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Pressespiegel

Mit Schlaganfall sofort in Klinik

08.05.2004, Gespräch mit Chefarzt Dr. Andreas Hachgenei

Chefarzt Dr. Hachgenei setzt auf ein integratives Therapiekonzept in Meisenheim – Zahl der Schlaganfallpatienten steigt

In Deutschland erleiden jährlich etwa 250 000 Menschen einen Schlaganfall. In der Neurologischen Klinik Meisenheim werden pro Jahr 250 bis 300 akute Schlaganfälle behandelt. Tendenz steigend.

Am Montag ist bundesweit der „Tag des Schlaganfalls“. Einer der Behandlungsschwerpunkte der Neurologischen Klinik (NKM) in Meisenheim stellt die Akutversorgung von Schlaganfallpatienten dar. Vier Betten sind offiziell als „regionale Schlaganfalleinheit“ (Stroke Unit) ausgewiesen. Chefarzt Dr. Andreas Hachgenei engagiert sich seit Jahren unter anderem für eine schnelle Erstversorgung in einem dafür ausgestatten Krankenhaus.

Was qualifiziert die Neurologische Klinik in Meisenheim für eine optimale Versorgung von Schlaganfallpatienten?
Wir haben über 25 Jahre Erfahrung in der Akutbehandlung und frühen Rehabilitation von Schlaganfällen und wenden ein integratives Therapiekonzept an. 1979 waren wir nach den Uni-Kliniken Mainz die zweite Klinik in Rheinland-Pfalz mit einer eigenen Computertomografie. Seit dieser Zeit erfolgt bei uns die intensivierte Schlaganfallbehandlung jeweils gestützt auf bildgebende Diagnostik.

Wie sichern Sie die medizinische Qualität?
Von Anfang an, seit dem Herbst des Jahres 1997, nehmen wir an der „Qualitätssicherung Schlaganfall“ in Rheinland-Pfalz teil. Im April 1999 erhielten wir einen ministeriellen Sonderbescheid der Landesregierung in Mainz mit der Erlaubnis, Schlaganfallpatienten gemäß den Richtlinien einer Stroke Unit akut zu behandeln.

Wieso ist der Standort Meisenheim für ein neurologisches Krankenhaus wichtig?
Die NKM leistet einen sehr wichtigen Beitrag zur qualifizierten Schlaganfall-Akutbehandlung im Flächenland Rheinland-Pfalz. Die nächsten Schlaganfalleinheiten erster Ordnung sind erst in Idar-Oberstein, Mainz und Kaiserslautern zu finden.

Was spricht außerdem für Ihre Klinik als Zentrum für Schlaganfallbehandlung?
Wir verfügen über eine erfahrene, gut ausgestattete krankengymnastische Abteilung mit Remobilisierung von Schlaganfallpatienten vom ersten Tag an noch auf der Stroke Unit. Ein Pluspunkt ist sicher auch die enge Zusammenarbeit mit dem Landessprachheilzentrum.

Im Frühsommer 2002 haben Sie zusammen mit Friedrich Müller aus Hargesheim die „Selbsthilfegruppe Schlaganfall Meisenheim und Umgebung“ gegründet. Welche Bilanz können Sie heute ziehen?
Es handelt sich um eine offene Gruppe sowohl für Patienten als auch für Angehörige. Die Gruppe trifft sich ein Mal im Monat. Wir zählen zurzeit rund 20 Teilnehmer. Aufgrund der hohen Akzeptanz rechnen wir mit weiterem Zulauf.

Wie geht’s mit der Neurologischen Klinik weiter?
Die Häufigkeit der Schlaganfälle wird in den nächsten Jahren zunehmen. Betrachten Sie sich die Alterspyramide. Ich erwarte etwa eine Verdopplung der Schlaganfall-Zahlen in den nächsten zehn Jahren. Es wird immer wichtiger, eine ganzheitliche Therapie kontinuierlich von der Akutbehandlung bis zur Nachsorge zu gewährleisten. Dazu sind wir in der Neurologischen Klinik gut aufgestellt.

Öffentlicher Anzeiger, 8. Mai 2004

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