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Pressespiegel

Alle Pflegefälle weich auffangen

28.03.2006, Dr. Sabine Partenheimer kümmert sich in der Neurologischen Klinik Meisenheim um Sorgen und Nöte der Patienten

Manchmal geht es ganz schnell: Plötzlich können Menschen durch Unfall oder Krankheit zum Pflegefall werden. Sie brauchen Hilfe im Alltag. Auf Initiative von Pflegedirektor Klaus Clemens wurde nun zwischen den Meisenheimer Krankenhäusern und ambulanten Pflegediensten sowie Senioreneinrichtungen ein „Versorgungs- und Betreuungsnetzwerk“ eingerichtet.

Die Verweildauer der Patienten im Krankenhaus wird aufgrund der Reformen im Gesundheitswesen immer kürzer. Wenn abzusehen ist, dass ein Patient nach der Entlassung nicht mehr in der Lage ist, die Aktivitäten des täglichen Lebens vorübergehend oder auf Dauer selbständig zu bewältigen, sollten schon während des Klinikaufenthaltes die Weichen für die Betreuung und Versorgung nach der Entlassung gestellt werden. Dies sieht der Gesetzgeber so vor.

„Mit Eröffnung der neurologischen Reha-Station in der Neurologischen Klinik Meisenheim konnte Dr. Sabine Partenheimer als Sozialpädagogin für diese Abteilung gewonnen werden. Neben den üblichen Tätigkeiten des Sozialdienstes – auch für die Akutstationen der Neurologischen Klinik – wurde Dr. Partenheimer mit den Aufgaben einer Überleitungskraft für die Patienten des Krankenhauses Hinter der Hofstadt betraut“, erklärte Pflegedirektor Klaus Clemens.

Schon direkt nach der Aufnahme im Krankenhaus wird bei Bedarf der Kontakt zur sog. „Überleitungskraft“ hergestellt. Ziel ist, dass der Patient nach seiner Entlassung aus der Klinik die optimale Versorgung und Betreuung erhält, die er benötigt. Dr. Sabine Partenheimer berät Angehörige, leitet die Versorgung mit nötigen Hilfsmitteln ein, stellt den Kontakt mit ambulanten Pflegediensten her und kümmert sich bei Notwendigkeit um einen Platz in einer stationären Pflegeeinrichtung.

Der Pflegedirektor erläutert das Konzept der Vernetzung so: „Eine Arbeitsgruppe dieses Netzwerkes, die aus Vertretern aller angeschlossenen Dienste und Mitarbeitern der Meisenheimer Krankenhäuser besteht, hat beispielsweise einen gemeinsamen Überleitungsbogen entwickelt, der sowohl von den ambulanten als auch von den stationären Einrichtungen eingesetzt wird. Dieser Bogen enthältalle wichtigen medizinisch-pflegerischen Informationen über den Patienten, egal ob er von der ambulanten Betreuung in die Klinik oder eine Pflegeeinrichtung verlegt wird. Alle am Versorgungsprozess Beteiligten benutzen das gleiche Informationsinstrument.“

Für Klaus Clemens bedeutet das Betreuungsnetzwerk aber mehr als nur die Pflegeüberleitung. Ihm geht es u.a. auch darum, dass sich die angeschlossenen Einrichtungen mit ihren unterschiedlichen Aufgabenschwerpunkten gegenseitig besser kennen und verstehen lernen, dass dem Patienten eine ganzheitliche, aufeinander abgestimmte Versorgung widerfährt.

Die Teilnehmer treffen sich in jedem Quartal, um gemeinschaftliche Strategien festzulegen. Gemeinsame Fortbildungen und Fachvorträge, die eine optimale Pflege und Versorgung der Patienten zum Ziel haben, sollen die wichtige Arbeit der Gruppe abrunden.

Öffentlicher Anzeiger, 28. März 2006

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