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Pressespiegel

Patienten vertrauen den Grünen Damen

13.05.2009, Ehrenamtlicher Dienst in der Glantal-Klinik Meisenheim hat sich bewährt - Persönliche Zuwendung wird seit Jahren geschätzt

Seit 17 Jahren gibt es den Grünen Damen in der Glantal-Klinik Meisenheim auf dem Liebfrauenberg. Gisela Bernspitz aus Schmittweiler, die heute in Bad Sobernheim wohnt, war damals die erste Grüne Dame und zählt auch heute noch zum Team.

Sie sind die Seele des Krankenhauses, haben stets ein offenes Ohr, sind zur Verschwiegenheit verpflichtet und helfen, wo Sie können: die Grünen Damen. Ihr Dienst am Menschen ist unverzichtbar. Das bestätigten nun in einer kleinen Feierstunde die neuen Krankenhausseelsorger Rainer Bauhaus und Markus Harke sowie das gesamte Direktorium der Glantal-Klinik. Pfarrer Harke ehrte Sigrid Venter aus Löllbach und Christel Kunz aus Obermoschel für mehr als 10 Jahre ehrenamtlichen Dienst als grüne Damen. Pfarrerin Liesel Zumbro-Neuberger wurde als Krankenhausseelsorgerin offiziell verabschiedet, will aber das Team weiterhin unterstützen, soweit es ihre Zeit und Kräfte zu lassen.

Gesetzliche und finanzielle Auflagen verhindern es häufig, dass Ärzte und das restliche hauptamtliche Personal auf die ganz individuellen Bedürfnisse der Patienten eingehen. Neben der medizinischen und pflegerischen Behandlung brauchen viele Kranke aber persönliche Zuwendung und Gesprächspartner, die Zeit haben. Vor allem Reha-Patienten aus weiter entfernten Dörfern und Städten, die relativ selten Besuch erhalten, sind meist dankbar für die wertvollen Dienste der Grünen Damen, die nicht nur zuhören können, sondern bei Bedarf auch ganz praktische Aufgaben erledigen.

"Wir übernehmen kleine Einkäufe, haben zum Beispiel schon Badeschuhe, Obst, Rasierklingen, Batterien für die Uhr besorgt oder Geld von der Bank abgeholt. Aber das wichtigste ist einfach, sich Zeit zu nehmen", erläutert Christel Kunz. Pfarrer Marcus Harke stimmte dem zu: "Hierher kommen oft Menschen, die an einem Wendepunkt ihres Lebens sind und dann besonders viel Zuwendung nötig haben." Er ehrte die Frauen mit einer Lektüre, die Medizin und Krankheit unter einem ganz anderen Aspekt sieht, und mit Blumen, die Pfarrer Rainer Bauhaus ausgesucht hatte.

Pfarrerin Liesel Zumbro-Neuberger überreichte die längst verdiente Ehrennadel des Verbandes für evangelische und ökumenische Krankenhaus- und Altenheim-Hilfe. Sie wünschte sich, dass weitere Frauen und Männer für die ehrenamtliche Tätigkeit der Grünen Damen und Herren gewonnen werden können -eine Aufgabe, die nicht nur gefordert, sondern auch gibt. Die Geistliche sagte: "Es braucht manchmal Tapferkeit für diesen Dienst. Man möchte gutes tun, aber mancher Patient empfindet es als Belästigung."

Verwaltungsdirektor Michael Kloos, Pflegedirektor Klaus Clemens und der Ärztliche Direktor, Dr. Andreas Hachgenei unterstrichen durch ihre Anwesenheit und Glückwünsche den Stellenwert, den sie der Arbeit der Ehrenamtlichen einräumen. Kloos dankte im Namen des Hauses. Er stellte fest: "Ihre Dienste sind unbezahlbar." Klaus Clemens pflichtet ihm bei: "wir erleben es täglich, Ihre Arbeit kann man nicht hoch genug einschätzen." Chefarzt Dr. Hachgenei möchte weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Ärzten, Pflegepersonal und Grünen Damen bauen.

Entsprechend brachten die Frauen gleich Bitten von Patienten vor. Demnach wird vereinzelt nach Andachten zu den Festtagen gefragt. Auch Chauffierdienste mit einem Kleinbus in die Stadt und vor allem wieder den Berg hinauf wurden angeregt.

Öffentlicher Anzeiger, 13. Mai 2009

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