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Pressespiegel

Standort Meisenheim hat Zukunft

12.12.2001, Planungen für Verbundkrankenhaus nehmen Form an - Wohnortnahe medizinische Versorgung zu günstigen Preisen bleibt Ziel

Das vom Land gewünschte Verbundkrankenhaus auf dem Liebfrauenberg in Meisenheim hat eine realistische Zukunftschance. Davon sind das Mainzer Gesundheitsministerium und der Geschäftsführer der Landeskrankenhaus-Anstalt, Norbert Finke, überzeugt.

Auf dem Liebfrauenberg sollen Krankenhaus Stadt Meisenheim, Neurologische Klinik und Landesprachheilzentrum zusammengefasst werden. Das sieht der Landeskrankenhausplan vor. Gestern bekräftigte die Sprecherin des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums, Beate Fassbender-Döring, gegenüber unserer Zeitung: „Die Förderzusagen stehen, und die Planungsfreigabe gibt es. Die Mittel sind in den Investitionsplan des Landes eingestellt.“ Die Pressesprecherin hofft, damit die Sorgen der Mitarbeiter zerstreuen zu können.

Geschäftsführer optimistisch
Optimistisch gibt sich auch der Geschäftsführer der Landeskrankenhaus-Anstalt, Norbert Finke. Seit Oktober hätten sich drei Mal Vertreter des Krankenhauses Stadt Meisenheim (Träger: Saarländischer Schwesternverband), der Neurologischen  Klinik und des Sprachheilzentrums (Träger jeweils: Landeskrankenhaus-Anstalt) zu Gesprächen getroffen, um eine baufachliche Zielplanung für den neuen Komplex auf dem Liebfrauenberg zu erstellen.

Die erforderlichen finanziellen Mittel seien vorhanden. Deshalb steht das millionenschwere Vorhaben „unter einem guten Stern“. Die Frage der Trägerschaft für das Verbundkrankenhaus sei noch nicht gelöst. Im ersten Quartal des nächsten Jahres wollen Norbert Finke und der Vorstandsvorsitzende des Schwesternverbandes, Paul Dörr, über die Trägerschaft beraten. Das Gesundheitsministerium in Mainz hat signalisiert, dass die Federführung durch die Landeskrankenhaus-Anstalt gewünscht wird.

Priorität genieße derzeit die Erstellung des Raum- und Funktionsprogramms für den neuen Gebäudekomplex auf dem Liebfrauenberg, so Norbert Finke. Nach der Zielplanung für „ein sinnvolles Ganzes“ erfolge die Freigabe für das Teilprojekt Sprachheilzentrum. Am 16. Januar ist ein weiteres Vorbereitungstreffen in Meisenheim anberaumt.

Zeitgemäße Räume
Das Verbundkrankenhaus sieht Norbert Finke „prinzipiell als gut haltbar“ an. Es müsse einer „differenzierten Aufgabenstellung“ gerecht werden. Der Standort Meisenheim mache „sehr großen Sinn als Belegkrankenhaus“. Die in Meisenheim vorhandenen Fachabteilungen Gynäkologie, Innere Medizin, Chirurgie und Neurologie sind weiterhin vorgesehen. Das Verbundkrankenhaus eröffne die Chance, „überalterte Räumlichkeiten durch zeitgemäße zu ersetzen“, betonte gestern Norbert Finke. Er ließ keinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit seines Einsatzes: „Wir stehen zum Standort!“ Alle Beteiligten müssten „in eine Richtung denken“. Wer eine ländliche, wohnortnahe medizinische Versorgung möchte, müsse am Krankenhaus-Standort Meisenheim festhalten.

Im Übrigen käme die Behandlung von Patienten aus dem Raum Meisenheim in anderen Krankenhäusern der Umgebung teurer, weil dort höhere Fallpauschalen von den Kassen zu zahlen seien.

Öffentlicher Anzeiger, 12. Dezember 2001

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