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Pressespiegel

Alles begann mit zehn stammelnden Kindern

30.11.2017, Jubiläum 50 Jahre Therapie auf dem Liebfrauenberg

 

MEISENHEIM Das Meisenheimer Sprachheilzentrum feiert am Samstag, 2. Dezember, mit einem Festakt sein 50-Jähriges Bestehen. Ein Rückblick auf fünf Jahrzehnte im Dienste der Kinder.

Die Gründung

„Ursprünglich hat das Land Rheinland-Pfalz die Einrichtung als Rehabilitationsstätte zur stationären Sprech- und Sprachheilbehandlung mit zehn stammelnden Kindern aufgebaut, die an einer Sprachentwicklungsstörung litten“, erzählt Direktorin Belinda Fuchs. Etwa eineinhalb Jahre später kamen stotternde Kinder hinzu. Das war in Weibern in der Eifel. Nach Meisenheim auf den Liebfrauenberg zog die Einrichtung am 1. September 1968 um. Vorher war in dem Gebäude eine neurologische Klinik untergebracht, in Zeiten des Dritten Reichs ein Müttergenesungswerk.

Umzug in den Neubau

Im Juni 2006 ist das Sprachheilzentrum in den Neubau gegenüber der Glantalklinik umgezogen. Die Baukosten beliefen sich auf 6,2 Millionen Euro und wurden vom Land teilweise mitfinanziert. Träger der Einrichtung ist das Landeskrankenhaus AöR in Andernach. Die Einrichtung verfügt über 3600 Quadratmeter, verteilt auf vier Stockwerken. 53 Therapieplätze sind vorhanden, die meisten stationär. Staatssekretär Richard Auernheimer, der in Vertretung für Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) dem Sprachheilzentrum 2006 zum gelungenen Neubau gratulierte, hob es als „Kompetenzzentrum mit überregionaler Bedeutung“ hervor. Es zähle neben der Universitätsklinik Mainz zum Mittelpunkt der Sprachförderung, sagte er.

So ist das Zentrum eingerichtet

Die Diplom-Pädagogen mit dem Schwerpunkt Sprachheilpädagogik haben jeweils einen Therapieraum und ein Büro. Für jede der fünf Gruppen, in denen die Kinder zusammengefasst werden, gibt es einen Aufenthaltsraum und eine Küche, ferner zwei Einzelförderräume. Die Schlafräume sind mit zwei bis drei Kindern belegt. Es gibt eine Turnhalle, das Bällchenbad, Freizeiträume, einen Entspannungsraum sowie die Erzähl-, Märchen- und Theaterwerkstatt.

Wer trägt die Therapiekosten?

70 Prozent des Tagessatzes trägt die Krankenkasse, 30 Prozent der Sozialhilfeträger. Pro Kind und Tag kostet der Aufenthalt in Meisenheim 158,30 Euro.

 

Oeffentlicher Anzeiger, 30. November 2017

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